Die MIT Willich lud zu einer Betriebsbesichtigung im Rheinlandhof in Willich ein. MIT Geschäftsführer Stephan Samse begrüßte zahlreiche Gäste aus Politik und Wirtschaft; auch der Kreisvorsitzende Georg Körwer war von diesem interessanten Betrieb überzeugt.
Inmitten von Feldern und Wäldern in Willich steht das modernste Salatgewächshaus Deutschlands: der Rheinlandhof. Wo herkömmlicher Freilandanbau an den Folgen des Klimawandels scheitert, setzt Landwirt Harrold Thijssen in vierter Generation auf eine innovative, europaweit nahezu einzigartige Teichkultur. Auf einer Fläche von vier Fußballfeldern wachsen bis zu 10 Millionen Salate pro Jahr auf schwimmenden Platten – geschützt vor Unwettern und völlig autark von externen Wasserquellen.
Das geschlossene System nutzt ausschließlich gesammeltes Regenwasser vom Gewächshausdach und spart im Vergleich zum Feldanbau satte 90 Prozent Wasser sowie 75 Prozent Düngemittel ein, was gleichzeitig das Grundwasser schont. Ein ausgeklügeltes Energiesystem mit Spezialglas und moderner LED-Beleuchtung sichert die ganzjährige Ernte bei minimalem Energieeinsatz. Vom Samenkorn über robotergestützte Pflege bis zur Verpackung greift am Rheinlandhof alles nahtlos und CO₂-sparend an einem Ort ineinander.
Dieses wegweisende Konzept überzeugt auch den Lebensmittelhändler Kaufland, der als Partner auf die ultrafrischen, regionalen Salate setzt. Da die Pflanzen mit Wurzelballen geliefert werden, bleiben sie beim Verbraucher deutlich länger frisch, was zusätzlich Lebensmittelverschwendung reduziert. Thijssens Vision ist klar: Die klimafreundliche Teichkultur soll den deutschen Gemüseanbau revolutionieren und regionale Lebensmittel krisenfest machen.

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